Schatteninsel am Kaisersteg eröffnet

Diesmal haben wir unsere Regenwasserbank in den Schatten gestellt. Oder besser gesagt: Wir haben gleich eine ganze Schatteninsel gebaut.
Am 29.04. wurde sie auf dem Kaisersteg in Berlin-Schöneweide eröffnet – und wird dort für mindestens drei Jahre Schatten spenden. Fast einen Monat später sieht die Insel noch genauso schön aus wie zur Eröffnung – eigentlich sogar noch schöner, weil inzwischen alle Pflanzen angewachsen sind. Und sie wird richtig gut angenommen.
Unsere Regenwasserbank versorgt die 10 Hochbeete mit Wasser – hier gleich mit drei Sitzmodulen – und speichert dabei insgesamt 810 Liter Regenwasser.
Ein Trichter macht die Funktionsweise sichtbar: Über einen Regendieb wird Regenwasser in die Bank geleitet. Mit einer Handpumpe kann dieses anschließend zum Gießen genutzt werden. Bei Bedarf kann die Regenwasserbank zusätzlich über einen Hydranten befüllt werden.
Bild: AG.URBAN
Als Pilotprojekt darf die Insel nun weiter wachsen – und immer grüner werden.
Entstanden ist die Schatteninsel in einem partizipativen Prozess, begleitet von AG.URBAN. Gemeinsam mit der Nachbarschaft wurden Wünsche und Bedürfnisse gesammelt und – im Rahmen der Möglichkeiten vor Ort – in die Gestaltung übersetzt.
Das örtlich gut vernetzte SchöneVibes Kollektiv e.V. übernimmt die Betreuung vor Ort und koordiniert das ehrenamtliche Engagement. 36 Pat*innen gießen, pflegen und bespielen die Schatteninsel – ein schönes Zeichen dafür, wie sehr dieser Ort gebraucht wird.
Das Start-up Plances sorgt mit einer automatischen Bewässerung, die in die Regenwasserbank integriert ist, für die Grundversorgung der Beete.
Das Projekt wurde durch Mittel der QPK aus dem Bereich Hitzeschutz gefördert. Ziel: mehr Aufenthaltsqualität auf einem hitzebelasteten Stadtplatz. Das große Interesse und der positive Zuspruch zeigen: Dieser Ort hat lange auf Schatten und einen nachbarschaftlichen Treffpunkt gewartet.
Für uns war es eine große Freude, die Insel gemeinsam zu gestalten und mit unserem tollen Handwerker*innen-Team aus Daniel Falder (Schreiner) und Bea Boddin (Metallerin) zu bauen – umso schöner, dass die Werkstatt der beiden im KAOS Berlin gleich um die Ecke liegt.
